Hola!
Bin heute ein wenig schreib-/copypasteedit-faul (meine alten einträge von myblog rüberholen), daher, und deswegen, weill ich das eigentlich schon lange machen wollte, eine kleine sammlung von bildern,die ich auf meinem rechner gefunden habe von tollen ereignissen aus 2010:
Stufenfahrt nach Weimar
Urlaub in Zürich
Dortmund :>
1.Mai
Mittwoch, 5. Januar 2011
Montag, 3. Januar 2011
Ein Eintrag über Menschen, die "eine Kleinigkeit essen"...
für menschen, die eine kleinigkeit essen.
ganz einfaches exempel: man geht in eine eisdiele, weil man richtig gern ein schöönes eis hätte. vor einem steht ein ründlicher älterer herr, etwas kahl um den hinterkopf, mit einer ründlichen älteren dame, die ein kleines kind auf dem arm hält, möglicherweise oma und opa oder weiß der geier was. der herr bestellt eine kugel eis im hörnchen für sich, eine kugel eis im hörnchen für seine frau und eine halbe kugel eis im becher für das kind. und nun finde den fehler: genau! der erste fehler liegt bei der kugel eis. der einen. denn paare oder gruppierungen wie diese essen stets nur eine kugel eis. wer geht denn in die eisdiele um 1 kugel eis zu kaufen? das bringt doch garnichts! sie tuns aber, wobei sie stets einfache sorten bevorzugen wie schokolade oder vanille. oft bestellen sie gleiche sorten (wenn sie was wagen wollen, kauft einer zitrone und einer schokolade, und hinterher wird ausgetauscht!). diese bestellen sie dann "in der waffel bitte", um diese nacher wegzuwerfen, wenn sie sich schon matschig gesaugt hat, weil sie so ewig lang für diese eine kugel eis benötigen.
der zweite fehler liegt bei einer halben kugel eis. hallo? eine halbe kugel eis? genauso dämlich ist die formulierung "eine kleine kugel eis". es gibt entweder eine kugel oder keine kugel, aber doch keine halbe! und selbst wenn, wer ist so doof und will für sein geld, was er sowieso ausgibt, weniger haben??? wohl nur die leute, die eine kleinigkeit essen.
wo wir dann beim stichwort und bei punkt nummer zwei wären:
nach einem mehr oder weniger verhältnismäßig heiteren abend mit kollegen oder der family, -nachdem sie gemütlich was k l e i n e s trinken waren- geht diese klassifizierung von menschen gern eine kleinigkeit essen. aber nicht weil sie hunger haben, sondern weil sie die zeit totschlagen wollen, oder weil es ihnen zu peinlich ist, als erste zu gehen. der standartspruch lautet dann: "wollen wir noch ne kleinigkeit essen gehen um den abend ausklingen zu lassen?" soso. die herrschaften benötigen eine kleinigkeit zu essen, um den abend ausklingen zu lassen und um das ende des treffens anzukündigen bzw einzuläuten.
und wo wir gerade von klang reden: die sprachlichen auffälligkeiten und der humor der besagten personen lässt sich ebenfalls kategorisieren: marie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass solche personen sich un-glaub-lich lustig finden, wenn jemand niest "hatschiii" und beim zweiten mal ein "beim dritten mal gibst du einen aus" hinzuzufügen. derartige leute pflegen es auch "bis dannimansky", "tschüssikowski", "zum bleistift", "hallöööleee" und "alles roger in kambodscha" in den unpassendsten augenblicken anzubringen.
der humor dieser leute richtet sich einfach zu sagen auf leichteste dumme sprüche. angenommen, du bist eine frau und hast einen mann, der ernst heißt. die kleinigkeit-esser werden die ERSTEN sein, die dich fragen werden "ist das dein ernst?hahaah" und den witz auch noch lustig finden, nachdem sie ihn nach 2786545 mal immer wieder gerissen haben werden. daran kann man solche leute besonders leicht erkennen. als ungemein lustig gelten auch sprüche wie "alles fit im schritt" oder "alles klar im bh?". und so scheiße es dir auch gehen mag, diese leute finden immer noch eine art, einen draufzusetzen. beispielsweise durch ein "na da hat aber einer schlechte laune, bist du mit dem falschen fuß aufgestanden?" oder "aufgewacht, die sonne lacht♥" ät-zend!
aufgesetztes ich-tu-so-als-fände-ich-das-lustig-lachen begleitet diese leute durch den tag.
als wäre das noch nicht genug: diese leute lästern gern über alles und jeden, aber dann nicht richtig, sondern über belanglose dinge wie "hast du mal ihr teebesteck gesehen? to-taaaaal fleckig!" eine entfernte verwandte ist sogar so unverschämt, die fährt erstmal, wenn sie irgendwo reinkommt, mit dem zeigefinger über den türrahmen, wenn sie sich unbeobachtet fühlt und guckt, ob es da staubig ist.
ich habe selber manche leute von dieser sorte in der familie : D (in köln) und wollte meinem ärger gerne mal ausdruck verleihen. manche leute sind nicht ganz soo schlimm, aber viele leider schon. vielleicht betrachte ich die sache auch zu dramatisch, aber auffällig sind diese leute dann allemale. vielen dank fürs zuhören und bewaffnet euch. mit wissen, und vorsicht, denn sie lauern, oh ja.
ist ja wohl die höhe hier!
all good things come to those who can...wait
-> erneut ein Eintrag,mit liebe kopiert und eingefügt, und letztendlich editiert von meinem alten blog meaow auf myblog.
Wartezimmer sind sagenumwobene, düstere, mysteriöse, grauenvolle Orte, an die man durch das falsche, wissend gespielte, ekeligsüßgelächelte "nehmen sie bitte einen moment im wartezimmer platz" von den schwestern gerät. und moment ist relativ.weil moment zeit ist.und zeit dauert bei ärzten lange. besonders wenn man in wartezimmern sitzt. Es gibt wohl O kaum einen Ort der menschen so sehr verändert, wie ein wartezimmer. Ein Zimmer, wo man nichts anderes zutun hat als warten. warten auf seinen zeitpunkt., auf seine Individuelle Diagnose oder darauf, endlich aufgerufen zu werden. sobald die leute reinkommen, ändert sich ihre laune schlagartig, und mit einem düsteren "hallo" oder einem mageren nicken wird signalisiert: ich bin gefährlich, lasst mich in ruhe! langeweile ist vorprogrammiert, ebenso wie ernst, schlechte laune und unangenehme stille.im wartezimmer lacht nie jemand, weil es als störend gilt. eltern von kindern- die sich über das alte verschimmelte spielzeug wenigstens ein bisschen freuen, werden böse, schief und abwertend angeguckt, mit mahnendem blick. alle müssen mitmachen. manche leute klammern sich an ranzige zeitungen, nur um seriös zu wirken und nicht aufzufallen.sie verstecken sich kleinlich dahinter und lesen uninteressante, vergammelte berichte.und wenn sie husten müssen gucken sie verschämt und entschuldigend und ängstlich in die runde.
isoliert und abgeschoben :0 "pack das vieh in den stall, oder ins wartezimmer.dort wartet es dann auf seine schlachtung."oder so. wartezimmer kreieren soeine hasserfüllte atmosphäre. nehmt euch in acht kinder, ein wartezimmer raubt euch die fantasie, wenn ihr euch nicht dagegen wehrt.ihr werdet grauenvoll eintönig!!!
es wäre komisch,wenn man selbst ein wartezimmer zuhause hätte. aber vielleicht nicht so eintönig. so ein wartezimmer zuhause, das würde ganz anders sein :o
isoliert und abgeschoben :0 "pack das vieh in den stall, oder ins wartezimmer.dort wartet es dann auf seine schlachtung."oder so. wartezimmer kreieren soeine hasserfüllte atmosphäre. nehmt euch in acht kinder, ein wartezimmer raubt euch die fantasie, wenn ihr euch nicht dagegen wehrt.ihr werdet grauenvoll eintönig!!!
Memoaren eines Detectives
da stand ich also, am tatort eines verbrechens. ich wusste nicht wer es begannen hatte, doch deswegen hatte man meinen rat ersucht. ich war stadtbekannter detective, immer auf der suche nach der wahrheit, als einsamer, stiller held.
das verbrechen war eindeutig. jemand stahl die schokolade aus dem vorratsschrank. seltsamerweise ist eben die schokolade , die meine wenigkeit am liebsten hat, der grausamkeit zum opfer gefallen. das spornte mich noch mehr an diesen mysteriösen fall zu lösen. egal welches monster zu so einer tat fähig war, ich würde es stellen. die tatzeit beschränkte sich auf die nacht, gegen drei uhr.
um meinen verdächtigenkreis einzugrenzen, stellte ich einige fragen an die angehörigen.
zunächst wäre da meine mutter. sie war eigentlich absolut kein schokoladenliebhaber, also ein perfektes motiv, da die wahrscheinlichkeit von unbekanntem plötzlichen heißhunger überfallen zu werden sehr groß war. sie verklickerte mir ihre unschuld, doch ich blieb hartnäckig.
der zweite verdächtige wäre dann mein bruder. zur tatzeitist es für seine person normal, tief zu schlummern, doch ich wusste, dass das damit kein alibi war. nein, meine jahrelangen tätigkeiten haben mich schon auf manche grausamkeit blicken lassen. so ergab es sich in meinen überlegungen, dass auch er als verdächtiger nicht ausgeschlossen werden konnte, da er jahrelang vorgespielt haben könnte zu schlafen, nur um diesen moment zu erzielen.möglicherweise überkam aber auch ihn einfach der heißhunger. der fall warf einige rätsel auf und ich war einfach überarbeitet und überspannt, ich ließ den fall zu sehr an mich ran. also gönnte ich mir eine pause von meinem langen harten arbeitstag.
der zweite verdächtige wäre dann mein bruder. zur tatzeitist es für seine person normal, tief zu schlummern, doch ich wusste, dass das damit kein alibi war. nein, meine jahrelangen tätigkeiten haben mich schon auf manche grausamkeit blicken lassen. so ergab es sich in meinen überlegungen, dass auch er als verdächtiger nicht ausgeschlossen werden konnte, da er jahrelang vorgespielt haben könnte zu schlafen, nur um diesen moment zu erzielen.möglicherweise überkam aber auch ihn einfach der heißhunger. der fall warf einige rätsel auf und ich war einfach überarbeitet und überspannt, ich ließ den fall zu sehr an mich ran. also gönnte ich mir eine pause von meinem langen harten arbeitstag.
ich hatte mir einen guten wein gegönnt zu geschmeidiger jazzmusik von meiner lieblingsplatte, zündete mir eine zigarre an und grübelte nach über das seltsame geschehen in dieser gottverdammten gegend. es war wirklich seltsam. wo könnte der täter hinsein? wo würde sich ein täter hier in dieser kleinstadt verstecken? der fall ließ mir einfach keine ruhe. ich ließ mich auf einen spatziergang ein.
die dreckige stadt war verregnet und bei nacht sah sie noch verdammter aus als bei tage. doch es hatte auch etwas beruhigendes, als der schein flackernder straßenlampen meinen weg erhellte, als ich einsam und verlassen durch die gassen wandelte, in gedanken schweifend. ich lauschte den schatten der nacht. leuchtbuchstaben der verdreckten diners flackerten und ihr schein vermischte sich langsam mit dem dreckigen grau der morgendämmerung. eine weitere schlaflose nacht war vergangen. ich beschloss, mir den tatort nochmals genauer anzusehen.
mit katzenartiger geschmeidigkeit schlich ich um den tatort. dabei fiel mir eines auf: in dem leeren korb für süßigkeiten alias tatort lagen hastig weggeworfene reste der aluverpackung der gestohlenen milka-schokolade mit mousse füllung. und sofort kam mir die erleuchtung. ich konnte den kreis der verdächtigen weiter eingrenzen. meine mutter war viel zu pingelig um papier achtlos herumliegen zu lassen. damit fiel das licht automatisch auf meinen bruder. doch er beharrte auf seiner unschuld. plötzlich wurde mir klar, dass auch er nicht näher in den fall verstrickt sein konnte, denn ich werde bei jedem kleinsten geräusch in der nacht wach, seien es meine intuitionen, seien es meine unglaublich ausgeprägten detective-sensoren, ich weiß es nicht. jedoch kann sich mein bruder nicht als vertreter der schleichkunst behaupten, nein dazu war er viel zu ungeschickt. noch ein aspekt sprach für seine unschuld: die orangenmoussefüllung in zartbitterschokolade war noch nie seine stärke gewesen. er bevorzugt die klassiker wie vollmilchschokolade. oh ja, ich war so kurz davor, das rätsel zu lösen. alle teile ließen sich zu einem perfekten puzzle zusammenfügen.
damit wurde mir die erschreckende wendung bewusst, die der fall annahm: i c h war der täter. was für eine geniale wendung. verzweifelt auf der suche nach dem verbrecher, und man weiß mehr über ihn, als man es die ganze zeit annahm. ich musste es fertiggebracht haben, im halbschlaf schokolade zu plündern.meine ermittlungen waren beendet.und damit waren die schlaflosen nächte vorbei.
damit wurde mir die erschreckende wendung bewusst, die der fall annahm: i c h war der täter. was für eine geniale wendung. verzweifelt auf der suche nach dem verbrecher, und man weiß mehr über ihn, als man es die ganze zeit annahm. ich musste es fertiggebracht haben, im halbschlaf schokolade zu plündern.meine ermittlungen waren beendet.und damit waren die schlaflosen nächte vorbei.
detective mittens am 24.juli, 00:41 ortszeit
Abenteuer Dachboden
-> habe mir überlegt, die für mich schönsten posts meines alten blogs mal hier herüber zu verfrachten :>
auf gehts :3
dachböden haben immer was mysteriöses und gruseliges, finde ich. unserer auch, besonders der, denn er ist groß und seeehr alt. nachts scheint zum beispiel der mond durch ein fenster und wirft silbernes ruhiges licht in den raum. oder wenn es windig ist, knartscht und klappert alles. 
aber zur zeit ist er irgendwie nicht gruselig, denn er steht voll mit gesammelten zeug aus der kindheit. von schränken und alten möbeln, über haufenweise alten stofftieren und kisten mit spielzeug bis hin zu tapetenrollen und altem papierkram. um unserem dachboden etwas mehr gruseligkeit zu ermöglichen, bin ich mal angefangen da aufzuräumen. ich wohne hier immerhin schon gut 13 jahre meines lebens und es ist unglaublich, was man da alles findet!
die kleine wendeltreppe, die hochführt, knartscht unter jedem tritt. plötzlich tut sich die luke zum dachboden auf und man wird verschluckt und an einen anderen ort gesogen.
man betritt den dachboden und denkt, es wäre eine andere welt. oder man hätte eine zeitreise gemacht. wenn es sonnig ist dortoben, überkommt einen soviel harmonie und abgeschiedenheit aufeinmal, dass man sprachlos ist. die sonne blendet einen und hunderte von gedanken werden erschaffen. man gerät in eine vergessene welt. in null komma nix wird man erneut zu dem kind, das man früher war, der dachboden verwandelt sich in einen spielplatz und eine landschaft voller möglichkeiten für spaß und entdeckung bietet sich.
erinnerungen von ganz früher kommen wieder hoch. zum beispiel, dass mein bruder und ich damals immer hier hoch gekommen sind, um ein picknik mit ganz vielen süßigkeiten und kuscheltieren zu veranstalten, oder dass der dachboden immer unser geheimquartier war, wenn wir sachen oder geräte erfinden wollten, womit wir fliegen können. das ganze zeitlose und gemütliche von früher kommt zurück. man schwankt in erinnerungen und sieht die kinder, die früher dort gespielt haben und erinnert sich an das viele lachen und geniale erfindungen.
die sonne scheint durch die klapprigen fenster und gibt eine menge umherwirbelnden staub in der luft frei. alles glitzert und glänzt, und die strahlen zeichnen sich im lichtspiel in langen sonnigen streifen in der luft, auf verschiedene spielzeugen, alten dingen und auf den maroden wänden ab. die fenster sind verstaubt und verschleiern die sicht zur aussenwelt. alles ist in tiefe harmonie getaucht. der teppich, der auf knarrenden staubigen holzdielen liegt, ist verschlissen und ausgefranst. im raum fliegen silberne spinnenweben, alles ist geziert von spinnennetzen und staubfäden, die von der decke hängen. sogar die spinnen haben diesen ort schon lange verlassen, denn es lässt sich keine einzige dort finden. aus dunklen ecken und winkeln schauen dich kuscheltiere, die du bereits dein ganzes leben lang besitzt und vielleicht schon vergessen hast, mit kulleraugen an, platziert neben alten zeichnungen von leuten, die ganz früher mal hier gelebt haben. sachen, von denen du dachtest, du hättest sie verloren, sind aufeinmal wieder da und du siehst dir selbst, oder dem kind, das du früher mal warst, auf fotos in die augen und wunderst dich, wie schnell die zeit eigentlich vergeht. überall steht kram, man findet unglaublich viel krimskrams und hat das gefühl, seine gesamte kindheit aufeinmal zu überblicken. da wären alte strampelanzüge, der kinderwagen von früher, an dem immernoch mein lieblingshalstuch festgeknotet ist, meine allererste puppe und ihr kinderwagen, alte tagebücher, eine kiste mit fotoalben und dingen von meinen eltern, ramponierte kindersessel und viel mehr.
wenn man in all den sachen herumkramt, vergisst man die zeit und erinnert sich an alle gefühle und spiele von früher, kann seine kindheit quasi nocheinmal im schnelldurchlauf erleben. ich will mich noch nicht von den ganzen sachen da trennen.
irgendwie überkommt einen das gefühl von traurigkeit, wenn man dort hochgeht und in all diesen sachen und vergangenen jahren kramt, weil die unbeschwerte schöne zeit lange schon verstrichen ist, aber es ist gut, dass es sie gegeben hat. und es ist schön sich ein bisschen zeit zu nehmen, hochzugehen und an die zeit zurückzudenken, weil sie oben auf dem verlassenen dachboden, geschützt von einer knartschenden wendeltreppe und hinter einer alten, schweren klapptür irgendwie immernoch existiert.
aber zur zeit ist er irgendwie nicht gruselig, denn er steht voll mit gesammelten zeug aus der kindheit. von schränken und alten möbeln, über haufenweise alten stofftieren und kisten mit spielzeug bis hin zu tapetenrollen und altem papierkram. um unserem dachboden etwas mehr gruseligkeit zu ermöglichen, bin ich mal angefangen da aufzuräumen. ich wohne hier immerhin schon gut 13 jahre meines lebens und es ist unglaublich, was man da alles findet!
die kleine wendeltreppe, die hochführt, knartscht unter jedem tritt. plötzlich tut sich die luke zum dachboden auf und man wird verschluckt und an einen anderen ort gesogen.
man betritt den dachboden und denkt, es wäre eine andere welt. oder man hätte eine zeitreise gemacht. wenn es sonnig ist dortoben, überkommt einen soviel harmonie und abgeschiedenheit aufeinmal, dass man sprachlos ist. die sonne blendet einen und hunderte von gedanken werden erschaffen. man gerät in eine vergessene welt. in null komma nix wird man erneut zu dem kind, das man früher war, der dachboden verwandelt sich in einen spielplatz und eine landschaft voller möglichkeiten für spaß und entdeckung bietet sich.
die sonne scheint durch die klapprigen fenster und gibt eine menge umherwirbelnden staub in der luft frei. alles glitzert und glänzt, und die strahlen zeichnen sich im lichtspiel in langen sonnigen streifen in der luft, auf verschiedene spielzeugen, alten dingen und auf den maroden wänden ab. die fenster sind verstaubt und verschleiern die sicht zur aussenwelt. alles ist in tiefe harmonie getaucht. der teppich, der auf knarrenden staubigen holzdielen liegt, ist verschlissen und ausgefranst. im raum fliegen silberne spinnenweben, alles ist geziert von spinnennetzen und staubfäden, die von der decke hängen. sogar die spinnen haben diesen ort schon lange verlassen, denn es lässt sich keine einzige dort finden. aus dunklen ecken und winkeln schauen dich kuscheltiere, die du bereits dein ganzes leben lang besitzt und vielleicht schon vergessen hast, mit kulleraugen an, platziert neben alten zeichnungen von leuten, die ganz früher mal hier gelebt haben. sachen, von denen du dachtest, du hättest sie verloren, sind aufeinmal wieder da und du siehst dir selbst, oder dem kind, das du früher mal warst, auf fotos in die augen und wunderst dich, wie schnell die zeit eigentlich vergeht. überall steht kram, man findet unglaublich viel krimskrams und hat das gefühl, seine gesamte kindheit aufeinmal zu überblicken. da wären alte strampelanzüge, der kinderwagen von früher, an dem immernoch mein lieblingshalstuch festgeknotet ist, meine allererste puppe und ihr kinderwagen, alte tagebücher, eine kiste mit fotoalben und dingen von meinen eltern, ramponierte kindersessel und viel mehr.
wenn man in all den sachen herumkramt, vergisst man die zeit und erinnert sich an alle gefühle und spiele von früher, kann seine kindheit quasi nocheinmal im schnelldurchlauf erleben. ich will mich noch nicht von den ganzen sachen da trennen.
irgendwie überkommt einen das gefühl von traurigkeit, wenn man dort hochgeht und in all diesen sachen und vergangenen jahren kramt, weil die unbeschwerte schöne zeit lange schon verstrichen ist, aber es ist gut, dass es sie gegeben hat. und es ist schön sich ein bisschen zeit zu nehmen, hochzugehen und an die zeit zurückzudenken, weil sie oben auf dem verlassenen dachboden, geschützt von einer knartschenden wendeltreppe und hinter einer alten, schweren klapptür irgendwie immernoch existiert.
hach, was für ein sentimentaler eintrag, das muss am wetter liegen♥
ps: also die bilder sind jetzt nicht von unserem dachboden : D
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